DE-S-IIC
Hochgeschwindigkeits-Überdruckventil deflagrations- und dauerbrandsicher

Merkmale
Sprung-Charakteristik
für geringste Drucksteigerung bis zum Vollhub
Extreme Dichtheit
und damit geringstmögliche Produktverluste und reduzierte Umweltbelastungen
Optimale Druckhaltung
Ansprechdruck nah beim Öffnungsdruck, dadurch optimale Druckhaltung im System
Als Schutzsystem nach ATEX
im explosionsgefährdeten Bereich einsetzbar
Sicherheit bei Dauerbrand
Bietet Sicherheit bei atmosphärischen Deflagrationen und Dauerbrand
Strömungsleistung
optimale und hohe Strömungsleistung
Geeignet für See- und Binnentanker
entwickelt für See- und Binnentankschiffe sowie Landanlagen
Steuerung mit Permanentmagneten
Steuerung mit korrosionsbeständigem und tieftemperaturfestem Permanentmagneten
Funktion und Beschreibung

Hochgeschwindigkeits- Überdruckventil
Das
Pressure/vacuum relief valve
Pressure/vacuum relief valve is an umbrella term that includes pressure or vacuum relief valve as well as pressure and vacuum relief valve.
deflagrations- und dauerbrandsichere Ventil des Typs PROTEGO® DE-S-IIC ist ein hoch entwickeltes Hochgeschwindigkeits- Überdruckventil mit dynamischer Flammensperre. Es wird vor allem als Armatur zur flammendurchschlagsicheren Entlüftung der Laderäume und Ladesysteme von Tankschiffen während des Beladevorgangs und auf der Reise eingesetzt. Das Ventil bietet einerseits zuverlässigen Schutz vor Überdruck bzw. verhindert Produktverluste bis nahe zum Ansprechdruck und gewährleistet andererseits Flammendurchschlagsicherheit gegen atmosphärische Deflagrationen und einen lang anhaltenden Abbrand – Dauerbrand. Das Ventil des Typs DE-S-IIC ist für Stoffe der Explosionsgruppe IIC verfügbar und ist damit weltweit die erste zugelassene Dauerbrandsicherung für die Explosionsgruppe IIC.

Sprungcharakteristik
Der Ventilkegel (1) wird über einen korrosionsbeständigen Dauermagneten (2) in geschlossener Stellung gehalten. Die Einstellung des Ansprechdruckes erfolgt über den Abstand des Dauermagneten zur Gegenplatte (3). Bei Erreichen des Ansprechdrucks öffnet das Ventil ohne nennenswerte Drucksteigerung direkt auf Vollhub (Sprungcharakteristik), so dass der Ansprechdruck sehr nahe am maximal zulässigen Tankdruck des Laderaums liegen kann. Das sofortige Öffnen auf Vollhub bei voller Leistung entspricht dem Verhalten eines klassischen Sicherheitsventils und das bereits bei geringen Drücken.

Hoch entwickelten Fertigungstechnologie
Bis zum Ansprechdruck wird die Druckhaltung im Tank gewährleistet mit einer Dichtheit, die aufgrund der hoch entwickelten Fertigungstechnologie weit über den üblichen Standards liegt. Diese Eigenschaft wird u.a. durch Ventilsitze aus hochwertigem Edelstahl und mit individuell eingeschliffenem Ventilkegel gewährleistet. Nachdem der Überdruck abgebaut wurde, schließt das Ventil wieder und bleibt dicht. Die konstruktive Gestaltung des Ventilkegels sowie des Ventilsitzes ergibt eine strahlenförmige senkrecht nach oben gerichtete Abströmung, die eine weite Ableitung der Gase gewährleistet. Dadurch wird das Deck gasfrei gehalten.
Sicherheit des Hochgeschwindigkeitsdruckventils
Die Formgebung des Ventilkegels und des Ventilsitzes gewährleistet im geschlossenen Zustand ein sehr gutes Ablaufen von Regenwasser. Durch die Anlüftvorrichtung (4), die nach Betätigung selbsttätig in die Ausgangsstellung zurückfällt, ist in einfacher Weise eine Funktionskontrolle des Ventils durchzuführen. Seitlich ist standardmäßig ein Anschlussflansch DN2 für ein Unterdruckventil (z.B. Typ PROTEGO® SV/E-S, siehe Kapitel 7) vorgesehen. Wird der eingestellte Ansprechdruck überschritten, treten explosionsfähige Gas/ bzw. Produktdampf/Luft-Gemische aus. Die Geschwindigkeit, mit der diese Produktdämpfe bei Überwindung des Ansprechdruckes aus dem Ventilkegelspalt (5) zwischen dem Ventilsitz und dem Ventilkegel austreten, ist wesentlich größer als die Flammenfortpflanzungsgeschwindigkeit.
Verhinderung von Flammenrückschlag
Kommt dieses Gemisch also zur Entzündung, wird ein Rückzünden in den Tank verhindert. Strömt weiteres Gemisch nach, kann aufgrund dieser dynamischen Flammendurchschlagsicherheit auch ein Dauerbrand keine Rückzündung verursachen. Mit absinkendem Systemdruck sinkt die Ausströmgeschwindigkeit am Ventilkegelspalt. Hierbei ist sichergestellt, dass der Ventilkegel wieder rechtzeitig schließt und die Ausströmgeschwindigkeit auch im Bereich des Schließdruckes weit oberhalb der Flammenfortpflanzungsgeschwindigkeit liegt und somit kein Flammenrückschlag möglich ist.
Geprüft auf oszillierende Strömung
Das Hochgeschwindigkeits-Überdruckventil PROTEGO® DE-S-IIC ist gegenüber oszillierender Strömung geprüft. Wird zwischen Laderaum und Ventil eine Rohrleitung von größerer Länge installiert, kann es – vor allem bei Teillastbetrieb – auf Grund des Widerstandes in der Rohrleitung oder durch Resonanzerscheinungen zu einem „Ventilflattern“ kommen. Dieses „Hämmern“ ist dann ausgeschlossen, wenn das Ventil mit ausreichender Leistung angeströmt wird und die Strömung in der Anströmleitung nicht abreißt. Die Auslegung erfolgt damit in Abhängigkeit der geforderten Strömungsleistung. Die Ausführung für die Explosionsgruppe IIC ist nur mit einem Hub von 10 mm erhältlich.
Die max. Rohrlänge zwischen Ventil und Tank ist zu beachten:
DN 80 und 100 = 5 m
DN 125 und 150 =7 m

Viele individuelle Zulassungen
Das Ventil ist bis zu einer Betriebstemperatur von +60°C einsetzbar und erfüllt als IIC-Gerät die Anforderungen der europäischen Schiffsausrüstungsrichtlinie 96/98/EG (MED).
EU-Konformität nach derzeit gültiger ATEX-Richtlinie besteht. Zulassungen nach weiteren nationalen/internationalen Regelwerken auf Anfrage.
Produktdaten
Maßtabelle
Zur Auswahl der Nennweite (DN) benutzen Sie bitte das Volumenstromdiagramm auf der folgenden Seite
| DE-S-IIC mit verschlossenem seitlichen Anschluss | ||||
| DN 1 | 80 / 3" | 100 / 4" | 150 / 6" | |
| a | 515 | 515 | 515 | |
| b | 195 | 195 | 195 | |
| c | 220 | 220 | 220 | |
| d | 120 | 120 | 120 | |
| e1 | 145 | 145 | 145 | |
| DE-S-IIC mit seitlichem Anschluss (DN 2) für Unterdruckventil | ||||
| DN 1 | 80 / 3" | 100 / 4" | 150 / 6" | 150 / 6" |
| DN 2 | 80 / 3" | 80 / 3" | 80 / 3" | 150 / 6" |
| a | 515 | 515 | 515 | 515 |
| b | 195 | 195 | 195 | 195 |
| c | 220 | 220 | 220 | 220 |
| d | 120 | 120 | 120 | 120 |
| e2 | 100 | 100 | 100 | 100 |
Abmessungen in mm
Die max. Rohrlänge zwischen Ventil und Tank ist zu beachten:
DN 80 und 100 = 5 m
DN 125 und 150 =7 m
Auswahl der Explosionsgruppe
| MESG | Expl. Gr. (IEC / CEN) | Gas Group (NEC) |
| < 0,50 mm | IIC | B |
Sonderabnahmen auf Anfrage
Materialauswahl
| Ausführung | A | B | C |
| Gehäuse | Stahl | Edelstahl | Hastelloy |
| Ventilsitz | Edelstahl | Edelstahl | Hastelloy |
| Ventilkegel | Edelstahl | Edelstahl | Hastelloy |
| Faltenbalg | PTFE | PTFE | PTFE |
| Dichtung | PTFE | PTFE | PTFE |
Sonderwerkstoffe auf Anfrage
Flanschanschlussart
| EN 1092-1; Form B1 |
| ASME B16.5 CL 150 R.F. |
andere Anschlüsse auf Anfrage
Volumenstromdiagramm
Diese Volumenstromdiagramme sind mit einer kalibrierten und TÜV-zertifizierten Strömungsmessanlage ermittelt worden. Der Volumenstrom V in m³/h bezieht sich auf den technischen Normzustand von Luft nach ISO 6358 (20°C, 1bar). Umrechnung auf andere Dichte und Temperatur siehe Kap. 1: Technische Grundlagen.


Ventilfunktionsstellung - offen

Anschluss (DN 2) für Unterdruckventil
Wenn Sie Fragen, Feedback oder weitere Anregungen haben, steht Ihnen unser Expertenteam steht Ihnen gerne zur Verfügung.




